Physiotherapie
Caterina Werner

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Behandlungen

1. Die VOJTA-Therapie

Die VOJTA-Therapie regt das Gehirn an „ angeborene, gespeicherte Bewegungsmuster“ zu aktivieren und als koordinierte Bewegungen in die Rumpf- und Gliedmaßenmuskulatur zu exportieren.

Jede Art von Bewegung oder Haltung ist fest im Gehirn einprogrammiert. Bei Schädigungen des zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates - gleich welcher Ursache - werden diese angeborenen Bewegungsmuster spontan nur eingeschränkt eingesetzt.

Die VOJTA- Therapie kann bei jeder Störung von Haltung und Bewegung von Geburt an bis ins hohe Alter eingesetzt werden. Dabei wird unser Gehirn angeregt das Programm der angeborenen, idealen Bewegungsmuster in Gang zu setzen.

Der Physiotherapeut löst durch Druck auf festgelegte Punkte oder Zonen in ganz bestimmten Ausgangsstellungen Bewegungsmuster aus.

Die VOJTA-Therapie ist vielseitig einsetzbar bei:

Verordnungen können von Ihrem Hausarzt ausgestellt werden oder der Hausarzt überweist Sie an einen Facharzt wie z. B. einen Neurologen.

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2. Die BOBATH-Therapie

Die BOBATH-Therapie ist eine spezielle Form der Krankengymnastik. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das auf der Entwicklung der Hirnfunktion bzw. auf neurophysiologischer Grundlage basiert und sich durch seinen ganzheitlichen Ansatz auszeichnet.

Ziel der Behandlung ist es, dem Kind oder älteren Patienten über Bewegungserfahrungen motorisches Lernen zu ermöglichen. Durch angepasste Hilfestellungen und gezielte Aufgaben wird zur Verbesserung der Bewegungsentwicklung, der Körperwahrnehmung und damit zur Alltagsbewältigung beigetragen.

In der Behandlung werden Wege gesucht die Eigenaktivität des Patienten aufzugreifen und zu verbessern um so eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erreichen. Außerdem werden die Vitalfunktionen gesichert und Kontrakturen v. a. bei mehrfach behinderten Patienten vermieden.

Die BOBATH-Therapie ist einsetzbar bei:

Verordnungen können von Ihrem Hausarzt ausgestellt werden oder der Hausarzt überweist an einen Facharzt wie z. B. einen Neurologen.

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3. Manuelle Therapie

Die MANUELLE THERAPIE befasst sich mit speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren, die der Auffindung (Erkennung) und Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen am Bewegungsapparat dienen. Es handelt sich hierbei um spezielle Handgrifftechniken, die im Rahmen des Befundes dazu dienen, eine Bewegungstörung im Bereich der Extremitätengelenke oder der Wirbelsäule zu lokalisieren und zu analysieren.

Dieser Befund dient als Grundlage der therapeutischen Handgriffen, die vom Therapeuten als Schmerzlinderung oder Mobilisation durchgeführt werden.

Mit der Manuellen Therapie steht uns eine gezielte, gelenkschonende, und meist schmerzfreie Behandlungstechnik zur Verfügung, die bei Funktionsstörungen der Gelenke neben der krankengymnastischen Behandlung angewendet wird.

Verordnungen können von Ihrem Hausarzt ausgestellt werden oder der Hausarzt überweist Sie an einen Facharzt wie z. B. einen Orthopäden.

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4. Lymphdrainagen

Die Lymphdrainage ist bis vor 50 Jahren ein Stiefkind der Medizin gewesen, obwohl es schon erste Beschreibungen und Erkenntnisse des Lymphgefäßsystems vor dem 16. Jahrhundert gegeben hat.

In seiner Gesamtheit wiederentdeckt und beschrieben wurde das Lymphgefäßsystem erst wieder im 17. Jahrhundert. Auch heute noch wird vielfach die Lymphologie an der Universität und bei ärztlichen Fortbildungen stark vernachlässigt.

Unter manueller Lymphdrainage verstehen wir manuelles abdrainieren (Ab-und Weiterführung) der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße.

Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik: Rhythmisch-kreisende-pumpende Griffe drainieren durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechendem Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge die Gewebsflüssigkeit ab.

Bei der Bauchtiefdrainage sowie bei einigen Spezialgriffen (z.B. am Adduktorenspalt) wird auch unter Einbeziehung des Atemrhythmus in die Tiefe gearbeitet. Ansonsten wird überwiegend flächig gearbeitet.

Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der Reödematisierung des Gewebes wird in der Mehrheit der Krankheitsfälle nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen.

Mit dieser Therapie können Lymphödem (primärer und sekundärer Art), Phlebödeme (venöser o. postthrombotischer Art), traumatische Ödeme, Morbus Sudeck, artifizielle und ischämische Ödeme, rheumatische Ödeme, chronisch entzündliche Ödeme, (Sklerodermie, Strahlenschädigungen), Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen), Lipödeme und idiopatische Ödeme behandelt werden.

Eine große Bedeutung hat die Manuelle Lymphdrainage auch bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt worden sind.

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5. Psychomotorik

PSYCHOMOTORIK ist ein ganzheitliches und entwicklungsorientiertes Konzept für Kinder, das Wahrnehmung und Bewegung gleichermaßen fördert.

Durch die Vermittlung von grundlegenden Wahrnehmungs- und Bewegungsmustern werden die Fertig- und Fähigkeiten des Kindes gefördert und somit seine Handlungskompetenz erweitert.

Die Kinder lernen, sich selbst und ihre Umwelt zu erfahren und sind dadurch in der Lage mit Handlungen, Bewegungen, Sprache und Mimik adäquat zu reagieren. So wird ihre psychosoziale Integration verbessert.

Ziele der Psychomotorik:

Die Psychomotorik ist einsetzbar bei Kindern mit:

Die Verordnung erfolgt durch den Kinderarzt als Krankengymnastik (Einzel- oder Gruppentherapie).

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6. Massagen

 

Massagen dienen der Regulierung von Muskelspannungsstörungen.



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7. Krankengymnastik

Krankengymnastik dient der Beweglichkeitsverbesserung, Stabilisierung und dem Ausgleich von muskulären Ungleichgewichten.

 

 

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8. Ultraschall, Elektrotherapie, Schlingentisch und Heilmoor

Diese Therapien dienen unter anderem der Schmerzlinderung und Lähmungsbehandlung sowie dem Muskelaufbau und der Muskeldetonisierung.


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